3D-Druck für Medizintechnik, Labor und Forschung

Im Labor scheitert ein Versuchsaufbau selten an der Idee, sondern am fehlenden Adapter zwischen zwei Geräten, die nicht zueinander passen. Wir fertigen genau diese Teile: Halterungen, Aufnahmen, Adapter und Gehäuse, die es nirgends zu kaufen gibt.

Was wir für Medizintechnik & Labor typischerweise fertigen

  • Probenhalter und Racks für abweichende Gefäßgrößen
  • Adapter zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller
  • Halterungen für Kameras, Sensoren und Optiken im Versuchsaufbau
  • Gehäuse für selbstgebaute Messelektronik
  • Positionierhilfen und Schablonen für reproduzierbare Messungen
  • Anschauungs- und Lehrmodelle für Ausbildung und Patientenaufklärung
  • Ersatzteile für Laborgeräte, deren Hersteller nicht mehr liefert
Medizintechnik & Labor

Was wir fertigen dürfen – und was ausdrücklich nicht

Diese Abgrenzung stellen wir bewusst an den Anfang, damit Sie nicht erst nach der Bestellung erfahren, dass es nicht geht. Wir fertigen Laborzubehör, Hilfsmittel, Halterungen, Gehäuse, Lehr- und Anschauungsmodelle. Wir fertigen ausdrücklich keine Medizinprodukte im Sinne der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) – also nichts, was am oder im Patienten angewendet wird, keine Implantate, keine patientenindividuellen Orthesen oder Schienen zur therapeutischen Anwendung, keine chirurgischen Bohrschablonen. Solche Produkte erfordern ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485, biokompatible und zugelassene Materialien sowie eine dokumentierte Prozessvalidierung. Das haben wir nicht, und ein Anbieter, der es Ihnen ohne diese Nachweise trotzdem anbietet, handelt fahrlässig. Für alles diesseits dieser Grenze sind wir der richtige Partner.

Reinigung, Sterilisation und ihre Grenzen

Gedruckte Teile haben produktionsbedingt eine mikroskopisch raue Oberfläche mit Schichtstruktur. Für Wischdesinfektion und übliche Laborreinigung ist das unproblematisch, insbesondere bei PETG. Für Autoklavieren bei 121 °C ist FDM-Druck in den Standardmaterialien nicht geeignet: PLA verformt sich bereits ab etwa 55 °C, PETG ab etwa 75 °C. Polycarbonat hält die Temperatur aus, verzieht sich bei Feuchtdampf aber möglicherweise trotzdem. Wenn ein Teil autoklavierbar sein muss, sagen Sie es in der Anfrage – dann besprechen wir, ob es überhaupt sinnvoll druckbar ist oder ob ein anderes Verfahren die bessere Wahl ist.

Bauteil hochladen – Preis sofort sehen

STL, OBJ, 3MF oder STEP bis 100 MB. Ohne Anmeldung, ohne Wartezeit auf ein Angebot.

Vertraulichkeit bei Forschungsdaten

Unveröffentlichte Forschung, Drittmittelprojekte und Entwicklungsvorhaben in der Medizintechnik sind sensibel. Ihre Dateien liegen auf Servern in Deutschland, werden ausschließlich für Ihren Auftrag verarbeitet und weder weitergegeben noch für andere Zwecke verwendet. Gedruckt wird in unserer eigenen Fertigung in Lübeck, nicht bei wechselnden Dienstleistern im Ausland. Auf Wunsch zeichnen wir vorab Ihre Geheimhaltungsvereinbarung, auch eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO stellen wir bereit. Sie erhalten eine deutsche Rechnung, die sich ohne Rückfragen über die Drittmittelverwaltung abrechnen lässt.

Wenn es noch keine Konstruktion gibt

Der typische Fall im Labor: Es gibt eine klare Vorstellung, aber niemanden mit CAD-Kenntnissen und Zeit. Beschreiben Sie uns die Aufgabe – welches Gerät, welche Gefäße, welche Maße, was soll das Teil halten oder verbinden. Fotos mit Messschieber oder Lineal im Bild helfen enorm. Wir konstruieren daraus ein Modell und legen es Ihnen als Vorschau zur Freigabe vor, bevor gedruckt wird. Gerade bei Adaptern lohnt sich das doppelt, weil wir kritische Passungen vorab als kleines Testteil drucken können, statt das ganze Bauteil zweimal zu fertigen.

Passende Materialien für Medizintechnik & Labor

Eine vollständige Übersicht aller Filamente finden Sie auf der Materialseite.

PETG

Beständig gegen viele wässrige Reinigungs- und Desinfektionsmittel, wischdesinfizierbar und gut zu reinigen – die Standardwahl im Laborumfeld.

PC (Polycarbonat)

Formstabil bis rund 110 °C – für Teile, die im Trockenschrank oder in Gerätenähe mit Abwärme eingesetzt werden.

PA (Nylon)

Zäh und abriebfest für bewegte Mechanik in Versuchsaufbauten.

PLA

Für Lehrmodelle, Anschauungsobjekte und Prototypen ohne chemische oder thermische Belastung – günstig und mit sehr sauberer Oberfläche.

Häufige Fragen

Sind die Materialien lebensmittelecht oder biokompatibel?
Nein – wir geben für gedruckte Teile ausdrücklich keine Lebensmittelechtheit und keine Biokompatibilität an. Auch wenn ein Rohfilament entsprechend zertifiziert ist, gilt das nicht für das gedruckte Bauteil, weil die Schichtstruktur Rückstände aufnehmen kann und der Druckprozess nicht unter entsprechenden Bedingungen abläuft.
Können die Teile autoklaviert werden?
In den Standardmaterialien nicht. PLA verformt sich ab etwa 55 °C, PETG ab etwa 75 °C. Sprechen Sie uns an, wenn Temperaturbeständigkeit gefordert ist – dann prüfen wir gemeinsam, ob Polycarbonat infrage kommt oder ob 3D-Druck hier das falsche Verfahren ist.
Schließen Sie eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung?
Ja, sowohl eine Geheimhaltungsvereinbarung als auch einen AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO. Melden Sie sich vorab über das Kontaktformular, dann klären wir das, bevor Sie Daten übermitteln.
Können Hochschulen auf Rechnung bestellen?
Ja. Universitäten, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen erhalten eine Rechnung mit Zahlungsziel und allen für die Drittmittelabrechnung nötigen Angaben. Geben Sie eine Bestellnummer oder Kostenstelle an, wenn Ihre Verwaltung das verlangt.
Wie klein können Details sein?
Zuverlässig aufgelöst werden Wandstärken ab etwa 0,8 mm und Bohrungen ab etwa 2 mm Durchmesser. Kleinere Bohrungen fertigen wir bewusst unterdimensioniert, damit Sie sie auf Maß aufbohren können – gedruckte Löcher fallen prozessbedingt meist etwas zu eng aus.

Nicht sicher, ob Ihr Teil druckbar ist?

Schicken Sie uns die Datei oder ein Foto mit Maßen. Wir sagen Ihnen vor der Bestellung, ob 3D-Druck für Ihren Fall das richtige Verfahren ist – und wenn nicht, warum.